Ernährungstipps für einen gesunden Darm

Unser Darm ist so wichtig für unsere Gesundheit.

Geht es unserem Darm nicht gut, können sich daraus oft weitere Krankheitssymptome entwickeln. Was wir essen und wie wir leben beeinflusst unseren Darm und die darin lebenden Bakterien.

In diesem Beitrag möchte ich Dir Ideen an die Hand geben, wie Du Deinen Darm durch  eine gesunde Ernährung unterstützen kannst.

Die Darmflora

In unserem Darm leben Trillionen von Bakterien und Pilze, das ist das sogenannte Mikrobiom. Das Mikrobiom ist wichtig für unsere Verdauung, aber auch für unser Immunsystem. Man bedenke: 80% unseres Immunsystems sitzt im Darm!

Die Zusammensetzung des Mikrobioms ändert sich, je nachdem was wir essen, wie wir verdauen und wie wir leben.

Ernähre Deinen Darm gesund

„Die einzig wahre Darmernährung“ gibt es natürlich nicht. So individuell wie wir Menschen nun mal sind, so ist es auch unsere optimale Ernährung. Wir müssen bei der Ernährung immer berücksichtigen, ob Erkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten vorliegen. Dann solltest Du die Lebensmittel dementsprechend anpassen.

So hilfst Du Deinem Darm

Iss so natürlich wie möglich!

Verzichte auf industriell verarbeitete Lebensmittel mit vielen künstlichen Zusatzstoffen. Je länger die Zutatenliste auf der Rückseite der Verpackung, umso weniger gesund ist der Inhalt. Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und versteckte Zucker und Fette schaden gravierend der Darmgesundheit.

Iss vitalstoff– und abwechslungsreich!

Frische Zutaten, wenig oder nicht verarbeitet, enthalten viele Nährstoffe die wir brauchen. Durch lange Lagerung und weite Transportwege gehen diese oft verloren. Auch solltest Du zu saisonalen Lebensmitteln greifen. Sie reifen in ihrem natürlichen Umfeld und entwickeln so ihre optimale Nährstoffzusammensetzung.

Achte auf gute Produkte, Bio ist immer am besten.

Iss ausgewogen und vollwertig!

Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette gehören ebenso täglich auf den Tisch, wie Mineralstoffe und Vitamine. Einseitige Ernährung für zu Mangel. Von keinem zu viel, von keinem zu wenig.

Bei Kohlenhydraten solltest Du zu komplexen Kohlenhydraten greifen. Sie versorgen dich langfristiger mit Energie, werden aber langsamer verdaut und sorgen so für einen langsameren Blutzuckeranstieg im Körper. Sie bekommst Du über Vollkornprodukte (nicht gemahlen), Hülsenfrüchte, Nüsse und Pflanzenfasern in Gemüsen.

Leere Kohlenhydrate sollten nur die Ausnahme darstellen. Dazu gehören Brot und Gebäck aus Weißmehl und Pasta.

Proteine (Eiweisse) kannst Du aus pflanzlichen oder tierischen Quellen zu dir nehmen. Hülsenfrüchte, Gemüse, Getreide aber auch Eier sind gute Eiweisslieferanten.

Bei Fetten achte darauf, gute Fette zu verwenden. Olivenöl, Kokosöl oder Leinöl eignen sich gut für die Verwendung in der Küche. Fetthaltige Lebensmittel, wie Avocado oder Nüsse sind gesund für Herz-Kreislauf und Gehirn und Psyche.

Ich rate Dir: Ausprobieren!

Abwechslungsreich zu essen tut deinem Darm gut. Probiere mal ein Gemüse, das Du noch nie gegessen oder gekocht hast. Unser Geschmacksinn verändert sich immer wieder, vielleicht entdeckst Du ja ein neues Lieblingsessen. Dabei wird dein Darm auch mit unterschiedlichen Nährstoffen versorgt, die er braucht.

Lass aber auch mal was weg!

Gerade bei den Lebensmitteln, von denen Du denkst „es geht nicht ohne“, lohnt es sich das mal auszuprobieren. Ich stelle immer wieder fest, daß meine Patienten gerade diese Sachen gar nicht vertragen. (Milch, Chips, …)

Finde ein gutes Maß zwischen Gekochtem und Rohkost.

Nur Rohkost zu essen, kann deinen Darm sehr belasten, wenn er nicht daran gewöhnt ist. Bei Gekochtem gehen aber gewisse Nährstoffe verloren, manche können wir aber besser verdauen, wenn sie gekocht sind. Wechsle auch hier ab.

Zucker kann weg!

Hier ist es egal, von welchem Zucker wir reden. Er ist nicht wichtig für unseren Lebenserhalt. Er fördert die Entzündungen im Körper und ist mitverantwortlich für die Entwicklung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer.

Erfreue Deinen Darm mit Kräutern und Gewürzen!

Nutze Kräuter und Gewürze, statt nur Pfeffer und Salz. Zum einen schmeckt ein gut gewürztes Essen einfach besser 🙂 , zum anderen haben  Kräuter und Gewürze vielseitige Wirkungen. Sie können entzündungshemmend, verdauungsfördernd, anti-blähend sein, aber auch gut für Herz und Kreislauf, unser Immunsystem oder entgiftend.

Trinke ausreichend!

Für eine optimale Darmfunktion ist es ausgesprochen wichtig genügend zu trinken. Wenn Du wenig Durst hast, dann gewöhne dir an, regelmäßig zu trinken. Ohne Flüssigkeit keine anständige Verdauung.

Du siehst, es gibt vieles, was Du selbst für Dich und Deinen Darm tun kannst. Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Ernährungstipps weiterhelfen. Sollte das nicht ausreichen, lohnt sich der Blick ins Innere durch eine Stuhlanalyse. Sie kann Dir Auskunft geben, ob die Zusammensetzung deines Mikrobioms stimmt, ob Entzündungen vorliegen oder deine Verdauung nicht richtig funktioniert. Mit den geeigneten therapeutischen Maßnahmen kann man dann zusätzlich deinem Darm helfen.

 

 

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